Jazz’n’More review by Jürg Solothurnmann


CF 141LUCKY 7s – Pluto Junkyard (CF 141)
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Ein Blech-dominiertes Bläserquartett und eine Rhythmusgruppe mit Vibraphon im Vordergrund. Für dieses eklektische Septett der neuen Chicagoer Generation haben besonders die Ko-Leader Bishop und Albert (aus New Orleans) und der Schlagzeuger Kirchner aufwendige Stücke mit allerlei Elementen von Postbop, New Jazz und Free Jazz komponiert. Da hat es Mehrthematik und arrangierte Backgrounds und Zwischenspiele, manchmal mehr mit dem Gusto einer satt klingenden Brass Band und manchmal wie moderne Kammermusik. Sie dienen als Schaltstellen und verhindern, dass sich einfach Solo an Solo reiht. Neu ist weniger der Stil als der vielfältige Einsatz der Mittel. Die Gangart und Stimmung ändern oft –mit verschmitztem Humor oder auch etwas zusammenhangslos, und improvisiert wird ebenso unbegleitet wie in Gruppierungen zu zweit, zu dritt und mehr. Zwei Posaunisten als Leader, das ist auch nicht so üblich, aber sie wissen etwas damit anzufangen. Doch irgendwie scheint die gerissene Mache dieser Divertimenti auch zu verhindern, dass die guten Ensemblespieler und Solisten mal richtig loslegen.

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